Der See ist in ca. 1 bis 1,5 Stunden von Berlin aus zu erreichen. Der Werbellinsee hat mich zweimal gefoppt, bevor ich ihn zu schätzen lernte. Ich bin eingestiegen und losgetaucht. Die schlechte Sicht in geringen Tiefen hat mich dann aber abgeschreckt und ich bin frustiert nach Hause gefahren. Ein anderes Mal sind wir dann aber nach gezielter Wahl des Einstiegs schnell nach unten durch die Sprungschicht mit der schlechten Sicht (manchmal absolut NULL !) getaucht - und siehe da, ab ca. 15-16 m wirds richtig klar. Durch die trüben Wasserschichten darüber hat man aber immer einen Nachttauchgang !
Aber es gibt auch noch einiges zu sehen - Wracks. In früheren Zeiten, als mit Steinen noch Geld zu machen war (un in Berlin schon einmal der Bauboom herrschte), haben die Händler ihre Segel-Lastkähne bis zum Rand voller Lehm und Steine geladen. Wenn dann schlechtes Wetter aufkam, mußten sie schnellstens Ballast (Steine) abwerfen um nicht zu kentern. Tja, manche waren halt nicht schnell genug - die könnt ihr jetzt besuchen!
Eins der Wracks läßt sich recht leicht finden. An der Taucherwiese (am Straßenrand zur Seeseite Begrenzungen aus Holz und auf der anderen ein kleiner Parkplatz für ca. 10 Fahrzeuge. (Am Wochenende leicht an den vielen Tauchern zu erkennen). Hier links von der Landzuge einsteigen und ca. 25-30m links von der Spitze der Schilfkante abtauchen kommt man bei zwölf Metern aug Grund. Nun einer Kompaßpeilung von genau 90° (lieber kleinen links als rechts-Tick) in die Tiefe von 31-32 m folgen. Dann um 90° nach rechts auf 180° und nach einigen Flossenschlägen solltest Du nach vorne gucken - um nicht mit dem Kopf dagegenzuknallen...
Die besten Einstiege bieten sich auf den Landzungen auf der südlichen Westseite, auf der gegenüberliegenden Seeseite von Altenhof. Die Tiefste Stelle des Sees ist recht tief, soll wohl bei ca.56 m liegen.
Voraussetzung für solche Tauchgänge sind eine gute Lampe (plus Ersatz) , eine redundante Luftversorgung und einen warmen Anzug (Trocki), Denn es ist kalt (4-6°C), dunkel (ich meine Stockdunkel) und auch recht tief für den Anfänger. Das untere Ende des Wracks liegt bei ca. 36m und bei der durch die vielen Taucher aufgewirbelten Sedimente ist die Sicht manchmal bescheiden. Da bekommt der ein oder andere unerfahrene Taucher doch so seine Beklemmungen. Es kann gut passieren, daß der gute Tauchcomupter auf einmal einen Dekotauchgang anzeigt ....wenn einem das Wrack gefällt!